
Fristen und Partnervereinbarung: die wichtigsten Verifactu-FAQs
Seit Juli 2025 ist Verifactu für alle Rechnungssoftware-Entwickler in Spanien verpflichtend. In den letzten Monaten haben wir zahlreiche Fragen von Steuerpflichtigen zur Regelung, zur Integration und zu Fristen erhalten. Hier erläutern wir die wichtigsten Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der E-Rechnung konfrontiert sind, und wie sie diese meistern können.
Eine neue Steuerlandschaft in Spanien
Die Rechnungsstellung in Spanien hat sich grundlegend verändert. Mit der Einführung von Verifactu wird die Fakturierung vollständig digital, wodurch Unternehmen ihre Prozesse anpassen müssen.
Dieses System, eingeführt von der spanischen Steuerbehörde (AEAT) und ergänzt durch Gesetze wie das „Ley Crea y Crece“ und die verpflichtende B2B-E-Rechnung, stellt die Nachverfolgbarkeit jeder Rechnung sicher und bekämpft Steuerbetrug.
Verifactu ist live: Wie läuft die Anpassung?
Seit dem 29. Juli 2025 müssen alle Rechnungsprogramme, ERP- und POS-Systeme in Spanien die technischen Anforderungen von Verifactu erfüllen.
Obwohl Unternehmen und Selbstständige bis 2027 Zeit haben, sich anzupassen, sind Softwareanbieter bereits jetzt verpflichtet, konforme Lösungen bereitzustellen. Unsere Experten beobachten, dass viele Unternehmen das Ausmaß der Regelung unterschätzen und auf Fristverlängerungen hoffen, die nicht kommen werden.
Was ist Verifactu?
Verifactu ist das neue Rechnungskontrollsystem der spanischen Steuerbehörde im Rahmen des Antibetrugsgesetzes. Ziel ist es, Nachverfolgbarkeit, Integrität und Transparenz in der Rechnungsstellung zu gewährleisten, Steuerbetrug einzudämmen und die Digitalisierung voranzutreiben.
Mit Verifactu gilt:
- Jede ausgestellte oder geänderte Rechnung erzeugt einen digitalen Datensatz.
- Die Datensätze werden automatisch und sicher an die AEAT übermittelt.
- Daten müssen unverändert, fälschungssicher und in Echtzeit überprüfbar bleiben.
- Rechnungssoftware muss die technischen Anforderungen der Verifactu-Verordnung erfüllen, um gültig zu sein.
Praktisch bedeutet dies das Ende traditioneller Modelle wie „löschen und neu erstellen“. Für KMU, Freiberufler und Softwareanbieter ist dies ein radikaler Wandel, der eine Anpassung ihrer Systeme erforderlich macht.
Häufige Herausforderungen bei der Verifactu-Integration
Verwirrung über den Zeitplan
Viele Entwickler wissen nicht, dass seit dem 29. Juli 2025 jede in Spanien eingesetzte Rechnungssoftware Verifactu-konform sein muss – auch Software, die nach diesem Datum gekauft oder aktualisiert wird. Ein Beispiel: Beginnt ein Steuerpflichtiger seine Tätigkeit im November und kauft im Oktober neue Software, muss diese bereits Verifactu-konform sein.
Fristen für Steuerpflichtige sind eindeutig:
-
01 .Januar 2027: Unternehmen
- Juli 2027: Selbstständige
Auf Fristverlängerungen zu hoffen, ist ein Fehler, der bis zu 150.000 € Strafe kosten kann.
Der Sozialpartnerschaftsvertrag
Einer der Punkte, der rund um Verifactu die meisten Fragen aufwirft, ist das Partnerabkommen mit der spanischen Steuerbehörde (AEAT). Dieses Verfahren ermöglicht es Softwareanbietern, im Namen ihrer Kunden gegenüber der Steuerbehörde zu handeln und sicherzustellen, dass Rechnungen korrekt und mit ausdrücklicher Genehmigung übermittelt werden.
Der größte Vorteil besteht darin, dass Unternehmen kein eigenes digitales Zertifikat mehr verwalten müssen: Die Daten werden direkt über den Anbieter an die AEAT übermittelt, wodurch Zeit, Ressourcen und technische Komplexität eingespart werden.
Im Fall von fiskaly bringt die Rolle als Partner einen zusätzlichen Vorteil: Softwarehersteller müssen keine elektronischen Zertifikate ihrer Kunden beantragen oder verwalten, da diese nach Unterzeichnung einer Vollmacht mit dem fiskaly-Zertifikat arbeiten können. All dies geschieht in einem sicheren Rahmen für den Steuerzahler, da das Abkommen ausschließlich die Übermittlung von Verifactu-Dateien an die AEAT erlaubt.
Das Verständnis und die Unterzeichnung dieses Abkommens sind entscheidend, um als Softwareanbieter rechtskonform arbeiten zu können.
Internationale Kunden und fehlende Informationen
Für internationale Anbieter ist das spanische Steuersystem oft komplex. Viele kennen die tatsächlichen Fristen und Pflichten von Verifactu nicht. Ein zuverlässiger Partner in Spanien macht hier den Unterschied – Fehlinformationen führen schnell zu Verstößen und hohen Strafen. Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Rechtsvorschriften finden Sie in unserem Blog.
Transparenz der Informationen
Die Informationsflut im Internet sorgt häufig für Verwirrung. Deshalb ist es entscheidend, einen Partner zu haben, der klar erklärt, was verpflichtend ist, was optional und wie Systeme ohne Unklarheiten vorbereitet werden müssen.
Bei fiskaly unterstützt Sie unser Expertenteam während des gesamten Prozesses, bei Bedarf in direkter Abstimmung mit der AEAT, damit Sie stets präzise und aktuelle Antworten erhalten.
fiskaly SIGN ES: Ihr vertrauensvoller Partner
Warum fiskaly?
Wir sind Experten für steuerliche Compliance in Europa und begleiten erfolgreich Unternehmen in Ländern wie Deutschland, Österreich und Italien. Wenn Sie Ihr Geschäft in Spanien und darüber hinaus ausbauen möchten, bieten wir Ihnen sichere, fachlich fundierte Lösungen.
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Mit fiskaly SIGN ES können Sie:
- Verifactu, TicketBAI und B2B-E-Rechnung mit nur einer API-Integration abdecken
- Die Integration in nur 2 bis 5 Tagen abschließen
- Auf technischen Support durch Experten und vollständige Dokumentation zugreifen
- Ihre Daten nach ISO 27001 und ISO 9001 geschützt halten
- Durch ständige Updates stets auf dem neuesten Stand bleiben
Die Einführung von Verifactu markiert einen Wendepunkt für die elektronische Rechnungsstellung in Spanien. Für Softwareanbieter ist die Herausforderung groß – aber auch die Chance, sich als strategischer Partner ihrer Kunden zu positionieren.
Mit fiskaly SIGN ES wird Compliance nicht zum Hindernis, sondern zu einer zuverlässigen und skalierbaren Lösung.
