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Viele kleine Teile ergeben ein Ganzes.

Gerlinde Kaineder,  People & Culture Lead
Gerlinde Kaineder
People & Culture Lead
3 min Lesezeit

Wahrscheinlich gönnt sich jeder gerne eine Pause während des geschäftigen Arbeitstages. Dazu braucht man weder Kaffee noch ein anderes Heißgetränk. Was eine gute Pause ausmacht ist, den Kopf für ein paar Minuten freizubekommen und an etwas anderes zu denken als an die große Aufgabe, die vor einem liegt. An etwas anderem zu tüfteln, idealerweise gemeinsam mit anderen, lenkt meine Aufmerksamkeit von einem Problem ab, das mich vielleicht gerade beschäftigt.

Vor weniger als einem Monat habe ich um ein Puzzle für das Büro gebeten. Ich kann nicht mehr als 2, höchstens 3 Tassen Kaffee pro Tag trinken. Ein erholsamer Schlaf ist seit einiger Zeit nur noch möglich, wenn ich koffeinhaltige Getränke nach 15 Uhr meide. Was meinen Schlaf jedoch nicht stört, ist das Finden von Puzzleteilen, die ineinander passen. Das Gefühl, ein wenig gegen die Entropie ankämpfen zu können, eine kleine Tat vollbracht zu haben, ohne dass ich sie ganz zu Ende bringen muss, ist eine angenehme Abwechslung von der sonst oft stressigen Arbeitsrealität.

Meine Idee war, eine Gelegenheit zu schaffen, die es den Leuten ermöglicht, sich selbst eine Pause zu gönnen und die zwischenmenschlichen Beziehungen mit ihren KollegInnen während einer gemeinsamen Erfahrung zu stärken. Ich wage zu behaupten, dass diese kleine Initiative recht gut funktioniert hat. Ob bei der Arbeit oder beim Zusammensetzen eines Puzzles, beides geht viel schneller und reibungsloser, wenn es nicht allein, sondern im Team gemacht wird. In beiden Fällen bringt jede und jeder verschiedene Teile ein und schafft ein größeres Ganzes.

Sich über neue KollegInnen Gedanken machen

Es ist schon mehr als ein Jahr her, dass wir in unser neues Büro gezogen sind. Außerdem sind so viele großartige Menschen zu uns gestoßen, dass wir zusätzliche Räume anmieten mussten, um allen, die gerne ins Büro kommen und ihre KollegInnen treffen möchten, einen Platz zu bieten. Seit unserem Umzug haben wir uns verdoppelt.

Jedes Mal, wenn jemand Neues unserem Team beitritt, freue ich mich am meisten zu sehen, wie die Person in ihrem jeweiligen Team aufgenommen wird. Außerdem lerne ich viele von ihnen schon vor ihrem ersten Arbeitstag kennen. Ich kenne also ihre Namen und habe bei unserem ersten Aufeinandertreffen im Office bereits eine Stunde mit ihnen geplaudert. Darüber kann ich mich glücklich schätzen.

Nur wenige haben die Möglichkeit, mit einem/r neuen KollegIn zu plaudern, bevor sie ihn/sie zum ersten Mal persönlich treffen. Genauer gesagt, die meisten haben diese Möglichkeit nicht. Durch das rasche Wachstum wird es immer schwieriger, den Überblick über all die neuen Gesichter zu behalten, denen man auf dem Flur begegnet. Einer der Orte, an denen man unsere Neulinge trifft, ist natürlich die Küche, wenn man sich einen Kaffee holt. Doch nicht jeder trinkt Kaffee.

Viele Teile bilden ein Ganzes

Ich bin nicht die Einzige, die dazu neigt, sich auf den Weg zum Puzzle statt in die Küche zu machen. Es ist wunderbar, die Freude der Menschen zu teilen, wenn sie ein Teil finden, das sie schon seit zwei Tagen suchen; zu sehen, wie sich das Gesamtbild mehr und mehr zusammenfügt. Es geht erstaunlich schnell. Das ist nur eine weitere Bestätigung dafür, dass Zusammenarbeit für unsere gemeinsame menschliche Erfahrung unerlässlich ist. 

Da es so wichtig ist, ist es selbstverständlich, dass alle Teile benötigt werden, damit es funktioniert. Wäre die Rede nur von Puzzles, ist es nicht nötig, das besonders hervorzuheben. Geht es aber um Menschen, wird es nicht genug betont. Mit unseren unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen bringen wir alle einzigartige Teile ein, um gemeinsam etwas Neues und Großartiges zu schaffen. Es gibt sicherlich viele Parallelen zwischen einem Puzzle und einem Team. Jedoch wird das Bild mit Menschen nur noch lebendiger und bunter.